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Koifutter HerstellungDer erste Schritt bei der Herstellung von Koifutter ist dessen Formulierung. In diesem Zusammenhang bedeutet der Begriff „Formulierung“, dass ein Rezept erstellt wird, dessen Zutaten und deren Zusammenstellung den Nährstoffbedarf der Koi optimal decken. Hierfür verwendet man mittlerweile spezielle Computerprogramme. Dort gibt man einfach die Werte ein, die das Koi-Futter hinsichtlich seines Gehalts an Fett, Eiweißen, Kohlehydraten, Vitaminen und Mineralstoffen erfüllen muss. Das Programm berechnet dann mögliche Zusammenstellungen.

Der eigentliche Herstellungsprozess beginnt mit dem Mahlen und Mischen der verschiedenen Grundstoffe. Die Zutaten werden hierfür in einen speziellen Mischbehälter gefüllt und zu einer homogenen Masse verarbeitet. Dann setzt man Hammermühlen ein, um die Mischung zu einem feinen Mehl zu mahlen. Partikel, die auch nach dem Mahlen nicht fein genug sind, siebt man ab. Damit sich mögliche Fehler ausschließen lassen, wird die Zusammensetzung kontinuierlich im Nährstofflabor kontrolliert. Wenn die festgestellten Werte mit den vom Programm berechneten Werten übereinstimmen, gibt man das Mehl zur sogenannten Extrusion frei.

Unter Extrusion versteht man ein Verfahren, bei dem das Koifutter einer Hitzebehandlung unterzogen wird. So wird erreicht, dass die im Futter enthaltene Stärke aufgeschlossen wird und Inhaltsstoffe, die nicht zu den Nährstoffen gehören, zerstört werden. Für die Extrusion wird ein sogenannter Extruder verwendet. Wenn das Futter den Extruder verlässt, hat es einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 20 Prozent. Um zu vermeiden, dass Fäulnis einsetzt, wird das Futter anschließend getrocknet. Dazu wird in einem Trockner so lange warme Luft über das Futter geblasen, bis der Feuchtigkeitsgehalt neun bis zehn Prozent beträgt. Nach dem Trocknen werden dem Futter Öle und Fette hinzugefügt. Hierzu verwendet man einen Vakuumcoater, der das Fett besonders exakt dosieren kann und dafür sorgt, dass es tief in die Körner eindringt. Hierdurch werden die Körner weniger fettig und das Wasser wird weniger verschmutzt. Anschließend wird das Futter auf Raumtemperatur herunter gekühlt und verpackt.

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