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Die Wassergüte im Koi-Teich gibt darüber Auskunft, wie stark verunreinigt das Wasser ist. Um die Wassergüte zu bestimmen, ermittelt man die Anzahl an schädlichen Bakterien sowie die Menge an giftigen anorganischen und organischen Stoffen im Teichwasser. Das Gesamtbild, das man aus diesen einzelnen Werten erhält, legt die Wassergüte fest.

Schädliche Bakterien werden vor allem dann zu einem Problem, wenn der Sauerstoffgehalt im Teich gering ist. Dann sind die nützlichen Bakterien, die sich ebenfalls in jedem Koi-Teich befinden, nicht mehr in der Lage, die Abfallprodukte abzubauen. Stattdessen kommt es zum sogenannten anaeroben Abbau, den die schädlichen Bakterien übernehmen und der zu Endprodukten führt, welche für die Koi giftig sind. Für eine hohe Wassergüte ist es daher äußerst wichtig, den Teich mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen, um so die Ansiedlung nützlicher Bakterien zu fördern. Um eine hohe Wassergüte zu erreichen, sollten auch von bestimmten anderen Bakterienkulturen möglichst wenige im Teich zu finden sein. Hierzu zählen vor allem diejenigen Bakterien, die im Falle einer Verletzung gefährliche Infektionen hervorrufen können.

Ein weiterer Wert, der für die Güte des Wassers eine Rolle spielt, ist die Menge an giftigen organischen Stoffen. Darunter versteht man genau diejenigen Stoffe, die durch den anaeroben Abbau von Abfallprodukten entstehen. Hierzu zählen zum Beispiel die übelriechenden und giftigen Stoffe Ammoniak, Schwefelwasserstoff und Methan. Koi-Teiche mit einer hohen Wassergüte zeichnen sich dadurch aus, dass diese Stoffe in einer nicht nachweisbaren oder nur minimalen Konzentration vorhanden sind.

Neben der Menge an giftigen organischen Stoffen ist auch die Menge an giftigen anorganischen Stoffen, zum Beispiel Schwermetalle, für die Wassergüte von Bedeutung. Diese entstehen nicht durch biologische Prozesse im Koi-Teich, sondern sind in der Regel schon im Leitungswasser vorhanden. Sollten solche giftigen anorganischen Stoffe in einer höheren Konzentration ermittelt werden, muss das Leitungswasser und die Teichumgebung auf mögliche Ursachen hin untersucht werden.

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