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Trichodina (Hauttrüber) sind einzellige Außenparasiten, die sowohl Koi als auch andere Teichfische befallen können. Diagnostizieren lässt sich ein Trichodina-Befall ausschließlich mittels eines Schleimhautabstriches, der anschließend unter dem Mikroskop auf den Parasiten-Befall hin untersucht wird. Unter dem Mikroskop stark vergrößert betrachtet, ähnelt der Parasit in seiner Form einem UFO. Am äußeren Rand sind zudem abstehende Haare zu erkennen. Unzureichende Haltungsbedingungen und Stress zählen den zu den Faktoren, die einen Trichodina-Befall begünstigen. Insbesondere nach einer Teichreinigung, nach einem Transport oder bei Mangelerscheinungen tritt ein Befall vermehrt auf. Auch der Wechsel zwischen den Jahreszeiten, der stärkere Temperaturveränderungen mit sich bringt, kann den Befall begünstigen. Von anderen Fischen eingeschleppt werden Trichodina in der Regel nicht. Allerdings sind andere Wassertiere wie Amphibien oder Wasservögel in der Lage, einen Trichodina-Befall auszulösen. Trichodina leben auf der Körperoberfläche des Koi und krallen sich dort mit Saugnäpfchen und Häkchen fest. Trichodina (Hauttrüber) verursachen dadurch Hautbeschädigungen, die sich häufig infizieren. Die Bakterien, die für diese Infektionen verantwortlich sind, bilden die Hauptnahrungsquelle der Trichodina.

Ist ein Koi von Trichodina (Hauttrüber) befallen, äußert sich dies zunächst durch ein Klemmen der Flossen. Nach einem bis zwei Tagen wird der Koi zunehmend scheuer und beginnt, sich an der Teichfolie, an Pflanzen oder an Gegenständen zu scheuern. Bisweilen versucht er auch, aus dem Wasser zu springen. Bei massivem Befall stellen die Koi die Nahrungsaufnahme ein. Sie halten sich überwiegend in der Nähe von Wassereinläufen an der Wasseroberfläche auf oder liegen bewegungslos auf dem Boden des Teiches. Im fortgeschrittenen Stadium können auch die Kiemen befallen werden. Dann sondert der Koi verstärkt Schleim ab, wodurch sich die Haut weiß färbt. Begleitinfektionen sind ebenfalls möglich. Diese entstehen, wenn der Koi versucht, die Parasiten abzuschütteln. Eine Behandlung ist insbesondere bei einem Massenbefall erforderlich. Hierzu ist eine einmalige Behandlung mit Mitteln wie FMC (Formalin-Methylenblau-Malachitgrünoxalat) in der Regel ausreichend.

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