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SchuppenstraeubeVon Schuppensträube ist die Rede, wenn sich die Schuppen eines Fisches vom Körper abspreizen. Es handelt sich hierbei nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um ein Symptom, das sich bei verschiedenen Krankheiten zeigen kann. Dazu gehören:

  • akute Darmerkrankungen,
  • falsche Ernährung,
  • infektiöse Bauchwassersucht,
  • bakterielle Infektionen der Fischhaut.

Des Weiteren kann die Schuppensträube eine Folgeerscheinung bei Tuberkulose, Ichthyophonus oder Frühjahrsvirämie sein.

Koi mit Schuppensträube ähneln trockenen Tannenzapfen. Bei vorliegender infektiöser Bauchwassersucht ist der Leib geschwollen und die Fische haben sogenannte Glotzaugen. Sie sind nicht mehr agil und bewegen sich nur noch verhalten. Außerdem haben sie große Probleme, die Rückenlage zu stabilisieren und das Atmen fällt ihnen schwer. Unbehandelt versterben die Tiere in der Regel nach spätestens drei bis vier Tagen.

Die Behandlung der Schuppensträube beim Koi richtet sich nach der jeweiligen Ursache. Handelt es sich um die akute Form der Bauchwassersucht, können nur entsprechende Antibiotika vom Tierarzt helfen. Allerdings sind im fortgeschrittenen Stadium die inneren Organe der Tiere meist schon so stark geschädigt, dass sich wahrscheinlich kein Behandlungserfolg mehr einstellt. Deshalb empfiehlt es sich, bereits bei den ersten Symptomen einen Veterinär hinzuzuziehen.

Da die infektiöse Bauchwassersucht als hochgradig ansteckend gilt, ist es für die Therapie erforderlich, den betroffenen Koi in Quarantäne zu setzen. Die Temperatur des Quarantänebeckens sollte zunächst der Wassertemperatur im Teich entsprechen. Durch einen Temperaturanstieg von maximal 2 °C pro Tag wird sie langsam auf die optimale Behandlungstemperatur von 25 °C gebracht. Während der Behandlung sollten UV-Lampen und die CO2-Anlage ausgeschaltet sein und nicht über Kohle gefiltert werden.

Ein hoher Salzgehalt von zwei bis fünf Gramm pro Liter verschafft dem Fisch Linderung. Zum einen unterstützt die Salzbehandlung die Osmoseregulation über die Haut, zum anderen wirkt sie vitalisierend auf die erkrankten Tiere. Allerdings sollte der Salzgehalt maximal für eine Woche so hoch bleiben.

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