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Parasiten sind Organismen, die vorübergehend oder dauerhaft auf oder in einem anderen Lebewesen (Wirt) leben, sich von diesem ernähren oder es zu Fortpflanzungszwecken befallen. Grob lassen sich die Schmarotzer in zwei Gruppen unterteilen: winzige Einzeller und größere mehrzellige Organismen.

Grundsätzlich sind Parasiten in jedem Teich vorhanden. Für den gesunden Koi stellen sie allerdings kein Problem dar, da dieser mit einer normalen Parasitendichte mühelos zurechtkommt, solange die Umgebungsbedingungen stimmen. Werden die Fische übermäßig von den Schmarotzern befallen, sind meist folgende Gründe dafür verantwortlich:
– ein schlechter Gesundheitszustand,
– mangelhafte Ernährung,
– zu viel Stress, z. B. durch zu hohe Besatzdichte,
– schlechte Wasserqualität oder
– zu kaltes Wasser.

Am häufigsten wird der Koi von Ektoparasiten befallen. Diese besiedeln die Haut der Fische und werden von diesen als sehr lästig empfunden. Sie ernähren sich von Hautpartikeln und reizen die Fischhaut. Aufgrund der Verletzungen kommt es zu Verfärbungen und zu erhöhter Schleimbildung. Ist die Schleimhaut erst einmal geschädigt, haben Pilze und Bakterien leichtes Spiel. Zum Teil sterben dadurch ganze Fischbestände ab. Die bekanntesten parasitären Einzeller im Koiteich sind Ichthyo, Chilodonella, Trichodina und Costa.

Zu den kleineren, nur unter dem Mikroskop erkennbaren Mehrzellern gehören der Kiemenwurm (Dactylogyrus) und der Hautwurm (Gyrodactylus). Mit dem bloßen Auge zu erkennen sind mehrzellige Ektoparasiten wie Stäbchenkrebse (Lernea), Kiemenkrebse (Ergasilus), die Karpfenlaus (Argulus) oder der Egel. Seltener sind beim Koi innere Parasiten wie Spironucleus oder Hexamita, die per Mikroskop im Kot nachweisbar sind, oder Bandwürmer, deren Eier sich ebenfalls im Kot finden.
Im Blut der Koi können sich gleichfalls Parasiten ansiedeln, beispielsweise Trypanosoma. Übertragen werden diese Schmarotzer durch Blutegel, in denen sie sich auch vermehren.

Mit einem Parasitenbefall (allgemein) beim Koi ist am ehesten in kalten Teichen zu rechnen, die sich im Frühjahr wieder erwärmen. Zu dieser Jahreszeit sind die Fische noch vom Winter geschwächt und ihre Immunabwehr ist noch nicht vollständig mobilisiert.

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