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Der Koi Herpes Virus (KHV) ist ein extrem infektiöser Virus, der bei Koi Karpfen und Nutzkarpfen in einem seuchenhaften Auftreten eine meist tödlich endende Infektionskrankheit verursacht. Die wissenschaftlichen Bezeichnungen für den Koi Herpes Virus (KHV) sind „Carp Nephritis and Gill Necrosis Virus“ (CNGV) oder „Cypriniden-Herpesvirus-3“ (CyHV-3). Die Koi-Herpes-Virus-Infektion ist in Deutschland seit 2005 als Tierseuche anzeigenpflichtig. Der Koi Herpes Virus (KHV) wird als DNA-Virus klassifiziert und der Familie der Alloherpesviridae zugeordnet. Dieser Herpesvirus ist hoch ansteckend, befällt nur Karpfenfische und kommt überall in Deutschland vor, insbesondere im Zierfischsektor und in Nutzkarpfenbeständen.

Der Virus wird durch einen direkten Kontakt übertragen. Dies kann zwischen den Fischen selbst, beim Kontakt im Wasser mit den Händen oder Gegenständen der Menschen wie Kescher oder Netze sowie auch durch Wasservögel geschehen. Der Koi Herpes Virus (KHV) überlebt nicht länger als 2 Stunden außerhalb seines Lebensraums. Ohne den Karpfenfisch als Wirt kann der Koi Herpes Virus (KHV) höchstens 2 Wochen im Wasser existieren. In vielen Fällen wird der Koi Herpes Virus (KHV) durch Neuzugänge in den Fischbestand geschleppt und oft durch Kormorane verbreitet. Der Zeitraum zwischen der Ansteckung mit dem Koi Herpes Virus (KHV) und dem Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) kann von einer Woche bis zu mehreren Monaten betragen. Setzt der Ausbruch der Koi-Herpes-Virus-Infektion ein, sterben die Koi Karpfen in einem Zeitraum von 24 Stunden bis 2 Wochen. Die Länge der Inkubationszeit hängt von diversen inneren und äußeren Faktoren ab, wie z. B. die Kondition und Stressbelastungen der Fische oder die Wassertemperatur. Die Sterberate (Mortalitätsrate) liegt zwischen 80 und 100 Prozent.

Zu den Symptomen von dem Koi Herpes Virus (KHV) gehören vor allem Kiemennekrosen, eine starke Schleimproduktion, fetzenartige Schleimablösungen, Blutungen (Hämorrhagien) in und an den Organen, wie der Haut, der Leber, der Nieren und der Milz sowie ein apathisches Verhalten. Sind die Koi Karpfen mit dem Koi Herpes Virus (KHV) infiziert, müssen sie in Quarantäne gehalten werden und von anderen Tieren getrennt werden.

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