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Bei der Karpfenlaus (Argulus) handelt es sich um einen größeren Hautparasiten, der auch mit dem bloßen Auge gut sichtbar ist. Seine Größe beträgt zwischen fünf und 10 Millimeter. In seltenen Fällen kann er bis zu zwei Zentimeter groß werden. Die Karpfenlaus besitzt Saugnäpfe, mit deren Hilfe sie sich auf die Schuppen des Koi anheftet, um sich von dessen Körperflüssigkeiten wie Blut zu ernähren. Eingeschleppt wird die Karpfenlaus (Argulus) in der Regel durch Wildfische. Auch Teichmuscheln, Lebendfutter, das wild gefangen wurde, oder ein Bachzulauf können dafür sorgen, dass die Karpfenlaus in den Teich gelangt. Werden Pflanzen aus der Natur in den Teich gepflanzt, besteht ebenfalls die Gefahr einer Einschleppung des Parasiten, denn diese Pflanzen können Eier des Argulus beherbergen. Auch durch den Besuch anderer Tiere wie beispielsweise Amphibien oder Wildvögel kann der Parasitenbefall hervorgerufen werden.

Koi werden überwiegend in den Sommermonaten von der Karpfenlaus befallen. Ein warmes Teichwasser begünstigt deren rasche Vermehrung. Bis zu 500 Eier legt ein Karpfenlausweibchen nach der Paarung an den Teichpflanzen oder auf der Teichfolie ab. Im Sommer dauert es etwa 14 Tage, bis die Karpfenläuse aus den Eiern schlüpfen. Bei kühleren Temperaturen kann sich dieser Zeitraum auf bis zu drei bis vier Wochen verlängern. Sofort nach dem Schlüpfen sind die jungen Karpfenläuse in der Lage, einen Koi zu befallen. Ab einem Alter von einem bis anderthalb Monaten sind sie selbst geschlechtsreif. Ohne Wirt und somit ohne Nahrung kann eine Karpfenlaus bis zu drei Wochen überleben. Koi, die von der Karpfenlaus befallen sind, neigen dazu, an Gegenständen oder Folien zu scheuern. Mit diesem Verhalten wollen die Fische den Parasiten wieder loswerden. Im fortgeschrittenen Stadium verweigern die Koi häufig die Nahrungsaufnahme und magern ab. Auch Infektionen an den durch die Karpfenlaus (Argulus) hervorgerufenen Wunden sind möglich. Am effektivsten kann die Karpfenlaus bekämpft werden, indem man den gesamten Teich behandelt.

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