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Bei Koi treten Vergiftungserscheinungen im Allgemeinen nur sehr selten auf. Sollte allerdings der Verdacht einer Vergiftung bestehen, kann diese anhand einiger typischen Änderungen im Aussehen und im Verhalten der Koi erkannt werden. Jedoch kann es sich als schwierig erweisen, die auftretenden Symptome einem bestimmten Giftstoff zuzuordnen. Auch der Zeitraum zwischen der Vergiftung selbst und dem Auftreten der Vergiftungserscheinungen kann variieren und hängt sowohl von der Art des Giftes als auch von der jeweiligen Konzentration ab.

Zwischen wenigen Minuten und mehreren Tagen kann es dauern, bis eine Vergiftung auch nach außen hin sichtbar wird. Verschiedene Symptome wie Veränderungen auf der Schleimhaut oder plötzlich auftretende Hautrötungen deuten auf eine Vergiftung hin. Vergiftungen verursachen außerdem häufig ein verändertes Verhalten, das sich beispielsweise durch extreme Schreckhaftigkeit, starke Apathie oder anormale Schwimmbewegungen äußert.

Die Gründe für das Auftreten von Vergiftungserscheinungen sind vielfältig. Oftmals sind Überdosierungen von Medikamenten die Ursache. Werden in der Nähe des Gewässers Spritz- oder Düngemittel verwendet, kann dies ebenfalls zu Vergiftungserscheinungen führen. Besondere Vorsicht ist bei der Verwendung von Parasitenmittel zur äußeren Anwendung bei Kleintieren wie Katzen oder Hunden geboten. Kommen die Koi mit diesen Mitteln in Kontakt, verläuft die damit einher gehende Vergiftung in der Regel tödlich. Deshalb sollten Hunde, die ein Flohhalsband tragen, nie in einem Koi-Teich schwimmen. Auch Säuredosierungsanlagen, die den pH-Wert des Gewässers regeln sollen, können zu Vergiftungserscheinungen führen. Wird dem Gewässer zu viel Säure zugeführt, entsteht eine für den Koi lebensbedrohliche Situation. Und nicht zuletzt besteht auch durch giftige Substanzen in Pflanzen eine Vergiftungsgefahr.
Treten Vergiftungserscheinungen auf, sollte ein größerer Wasserwechsel oder eine Umsiedlung der Koi erfolgen. Bei einem Wasserwechsel sollte mindestens die Hälfte des Gewässervolumens abgelassen und mit frischem Wasser aufgefüllt werden. In den darauf folgenden Wochen ist eine Filterung unter Anwendung von Aktivkohle zu empfehlen.

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