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GasblasenkrankheitDie Gasblasenkrankheit ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die für Koi schnell lebensgefährlich werden kann. Die Ursache liegt in einem zu hohen Gasdruck des Wassers, durch den die Fische eine zu große Menge gelöster Gase aufnehmen, die dann in ihren Körpern ausperlen. Grund hierfür ist eine Gasübersättigung im Wasser, die beispielsweise durch einen falsch durchgeführten Wasserwechsel oder durch zu starke Sonneneinstrahlung hervorgerufen wird. Ein weiterer Auslöser ist die Photosynthese der Wasserpflanzen und Schwebealgen, die tagsüber Sauerstoff bilden und dadurch das deutlich besser lösliche Kohlendioxid verbrauchen.

Abhängig von der Stärke der Gasübersättigung kann die Gasblasenkrankheit verschiedene Formen und Ausprägungen annehmen. Im akuten Fall kommt es zur Bildung großer Blasen in den Schuppentaschen und zwischen den Flossenstrahlen. Mitunter sehen die Fische wegen der abstehenden Schuppen aus wie Tannenzapfen. Fischbrut wird zum Teil regelrecht aufgeblasen. Oft bilden sich nach solchen Verletzungen oberflächliche Verpilzungen auf der Haut. Die meisten Fische sterben jedoch innerhalb kurzer Zeit.

Eine schwache Gasübersättigung über einen längeren Zeitraum lässt Blasen in den Blutgefäßen, vor allem in den Kiemen entstehen. Die Folge sind Embolien, durch welche Teile der Kiemen absterben. Die Gasblasen können sich auch im Herzen sammeln und zum Kreislaufversagen führen. Nicht selten bildet sich eine Gasansammlung hinter einem der Augen, das dadurch aus seiner Höhle getrieben wird. Die Fische werden einseitig blind und nehmen auf dieser Körperseite meist eine dunkle Färbung an. Kleine Koi treiben häufig an der Wasseroberfläche. Unter dem Einfluss einer schwachen Gasübersättigung sind die Fische außerdem deutlich anfälliger für Infektionskrankheiten.

Die Gasblasenkrankheit beim Koi lässt sich nicht mit Medikamenten behandeln. Der schnellste und erfolgreichste Weg, die Fische zu retten, besteht in einem sofortigen Umsetzen in Wasser mit ausgeglichenem Gashaushalt. Ist dies nicht machbar, empfiehlt sich ein Wasserwechsel mit stark durchlüftetem Wasser. Geht auch das nicht, können eine kräftige Belüftung (überdruckfrei) und Wasserbewegung den Gasüberschuss austreiben.

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