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Erythrodermatitis ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die insbesondere bei schuppenlosen Karpfenarten, Koi und auch Goldfischen auftritt. Die Erythrodermatitis bildet rote entzündete Hautstellen, die sich zu aufbrechenden roten Geschwüren mit weißen Rändern und tiefen Löchern entwickeln. Es können auch sekundäre Verpilzungen an den roten Stellen auftreten. Im Endstadium dringt die Infektion bis in die Leibeshöhle des Fisches vor und führt zum Tod. Diese Erkrankung tritt sehr häufig an den Körperseiten und der Schwanzwurzel, aber auch an anderen Körperstellen des Fisches auf. Die Krankheitserreger der Erythrodermatitis sind Bakterien der Gattung Aeromonas. Aufgrund der Bildung der roten Flecken in den Anfangs- und Frühstadien zeigt die Erythrodermatitis ähnliche Symptome wie die Frühjahrsvirämie. Die Erythrodermatitis entwickelt sich meist in den Sommermonaten und im Herbst.

Anfällig für die Erythrodermatitis sind häufig Karpfenfische, die einen geschwächten Gesundheitszustand aufweisen, Verletzungen an den Schleimhäuten besitzen oder schlechten Haltungsbedingungen ausgesetzt sind. Sehr oft bringen jedoch auch importierte Koi, Nachzuchten und Neuzugänge aus warmen Regionen die Erreger oder die Krankheit bereits mit. Die Anzeichen der Erythrodermatitis sind bei den neu eingetroffenen und noch gesund aussehenden Fischen anfangs nicht zu erkennen, da der Ausbruch der Infektionskrankheit relativ langsam verläuft. Nach ein paar Wochen sind jedoch die ersten Symptome sichtbar. Die Erreger können ebenfalls durch das Stechen und Blutsaugen der Karpfenläuse an die Fische übertragen werden. Die Stichwunden der Karpfenläuse bilden eine ideale Eintrittspforte für die Bakterien.

In frühen Stadien ist die Erythrodermatitis heilbar. Fische, bei denen die Infektion bereits zur Leibeshöhle durchgebrochen ist, sterben in den meisten Fällen. Die Krankheit kann mit speziellen Medikamenten, wie z. B. geeignete Antibiotika und Wasserwechsel, einer hohen Teichhygiene sowie optimalen Wasserbedingungen behandelt werden. Die Behandlung von Erythrodermatitis sollte von einem Fachtierarzt betreut werden. Die von der Erythrodermatitis betroffenen Fische werden in Quarantäne gehalten und von anderen gesunden Fischen durch ein separates Becken getrennt. Der Prozess der Heilung wird durch eine gesunde Fütterung und Vitaminzugaben unterstützt. Die aufgebrochenen Geschwüre und Löcher wachsen bei einer erfolgreichen Behandlung wieder zu und schließen sich.

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