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Wimperntierchen KoiChilodonella (Wimperntierchen) sind einzellige Ektoparasiten, also Parasiten, die auf der Körperoberfläche ihres Wirts leben. Unter dem Mikroskop lassen sich Chilodonella anhand ihrer ovalen, flachen Form und den kreiselnden Schwimmbewegungen gut identifizieren. Chilodonella werden ca. 40 bis 70 Mikrometer lang und besitzen ein eingekerbtes Körperende. Treten Chilodonella (Wimperntierchen) in einer geringen Anzahl auf, stellen sie für einen Koi keine große Gefahr dar. Jedoch kann der Parasit vor allem in überbesetzten, stark verschmutzten Teichen zu einem Problem werden. Hier befällt der Parasit zunächst bereits geschwächte Koi, um anschließend auch auf die gesunden Tiere überzugehen. Ob ein Chilodonella-Befall vorliegt, kann nur durch eine Untersuchung unter dem Mikroskop eindeutig bestimmt werden, da ein Chilodonella-Befall in seinen Symptomen anderen parasitär verursachten Infektionen sehr ähnelt.

Zumeist beginnt der Befall mit Chilodonella (Wimperntierchen) in den Kiemen, was beim Koi zur Atemnot führen kann. Infolgedessen zeigt der Koi starke Kiemenbewegungen und hängt apathisch an der Oberfläche des Teiches. Zu den weiteren Symptomen zählen Flossenklemmen, Lustlosigkeit, Appetitlosigkeit und scheue, extrem hastige Fluchtreaktionen. Ist der Befall fortgeschritten, zeigt sich zudem an den Kiemendeckeln und im Kopfbereich eine übermäßige Schleimbildung. Diese wird durch eine weißblaue Hauttrübung sichtbar und kann vom Nacken über die Rückenflosse bis hin zum Schwanz gehen. In extremen Fällen kann sich die Haut fetzenartig ablösen. Falls der Chilodonella-Befall nicht rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt wird, können die Kiemen durch den Parasitenbefall beinahe vollständig verklebt werden. Der Fisch erstickt infolgedessen.

Um einen Befall durch Chilodonella (Wimperntierchen) zu behandeln, muss zunächst die Wasserqualität verbessert werden. Schon ein großzügiger Wasserwechsel kann sich hier als überaus hilfreich erweisen. Im Anfangsstadium erweisen sich in der Regel Maßnahmen wie KPM (Kaliumpermanganat), Kochsalz oder eine 40%ige Peroxyessigsäure als wirksam. Falls beim Koi Sekundärerscheinungen wie beispielsweise bakterielle Infektionen auftreten, ist eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich, wobei die Dosierungsanweisung des Tierarztes oder des jeweiligen Herstellers beachtet werden sollte.

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