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Koi-Karpfen sind sensible Tiere und können diverse Krankheiten erleiden, deren Behandlung jeweils unterschiedlich ausfällt. Eins haben die unterschiedlichen Medikationen jedoch gemeinsam: Zur Therapie gehört neben der Medikamentengabe auch immer eine Verbesserung der Hälterungsedingungen. In der Regel entstehen Krankheiten bei Koi-Karpfen durch eine Verschlechterung der Wasserqualität, falsches Futter, Verletzung der Tiere bei Umgang mit dem Kescher oder beim Messen oder auch durch Neubesatz mit weiteren Koi-Karpfen, die eine Krankheit einschleppen.

Bei Pilzinfektionen sieht die optimale Behandlung von Koi-Karpfen vor, dass die Tiere mit einem handelsüblichen Anti-Pilz-Mittel behandelt werden. Es tötet die Pilzsporen ab, gleichzeitig ist es auch wirksam gegen andere Parasiten, welche die Haut der Koi-Karpfen befallen können. Da die Koi bei Verpilzungen unter einer beschädigten Schleimhaut leiden, muss darauf geachtet werden, dass die Fische ausreichend Futter erhalten. Nur so können die Koi eine neue Schleimhaut aufbauen. Bei einem erneut auftretenden Pilzbefall wird die Behandlung der Koi-Karpfen mit dem entsprechenden Mittel wiederholt.

Hautparasiten bei Koi-Karpfen wie Chilodonella oder Costia müssen rasch behandelt werden, da sich die Parasiten sehr schnell vermehren. Auch hier sind im Fachhandel spezielle Produkte zu erwerben, welche auf die Behandlung von Koi-Karpfen abgestimmt sind. Wer wirklich sicher gehen möchte, zieht einen Tierarzt zu Rate, der sich auf die Behandlung von Koi spezialisiert hat. Wird zunächst eine Medikation in Eigenregie durchgeführt und es tritt keine Besserung auf, so sollten die Tiere auf jedem Fall einem Tierarzt vorgeführt werden.

Zeigt ein Koi-Karpfen Anzeichen von Kiemenschäden, indem er schwer atmet und sich nur an Stellen im Teich aufhält, an denen viel Sauerstoff im Teich vorhanden ist, ist es wichtig, die Fütterung unmittelbar einzustellen und mit Oxygen zu behandeln. Durch die Zugabe dieses Aktivsauerstoffs wird bewirkt, dass die Anzahl der Keime im Wasser zurückgeht und die Kiemen können sich regenerieren.

Bakterielle Infektionen sind hingegen ernsthaftere Krankheiten, bei denen der Besuch eines Tierarztes unumgänglich ist. Dieser sollte mit der Behandlung von Koi-Karpfen vertraut sein. Zeigt ein Tier typische Symptome einer Bauchwassersucht wie beispielsweise Glotzaugenbildung, Schuppensträube oder den typischen aufgeblähten Körper, muss vom Tierarzt ein Antibiotikum verordnet werden. Nur so kann eine bakterielle Infektion geheilt werden.

Die Virusinfektion mit KHV, dem Koi Herpes Virus, ist ebenfalls ein schwerer Fall. Hier muss das betroffene Tier sofort aus dem Teich entfernt werden, denn gegen KHV existieren keine wirksamen Medikamente. Überlebt das betroffene Tier die Erkrankung, ist es lebenslang Virusträger des KHV und darf daher keinesfalls wieder mit anderen Koi-Karpfen vergesellschaftet werden.

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