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Bei Fischegeln handelt es sich um wurmartige Parasiten. Besonders häufig ist ein Befall durch Fischegel (Piscicola geometra) in verschlammten Gewässern zu verzeichnen. Vor allem zersetzendes Laub gibt dem Fischegel optimale Lebensbedingungen. Der Fischegel ernährt sich vom Blut seines Wirtsfisches. Dabei sind 100 Fischegel in der Lage, 0,23 ml Blut zu saugen. Diese Menge reicht aus, um insbesondere Jungfische stark zu gefährden. Im Bereich um die Saugwunde entstehen häufig Entzündungen, welche sich wie ein Geschwür ausweiten oder mit Pilzen befallen werden können. Darüber hinaus werden während des Saugens oftmals andere Parasiten übertragen. Sind die Koi stark befallen, magern sie ab, werden anämisch und verenden schließlich. In größeren Mengen kann der Fischegel ganze Koi-Bestände gefährden.

Einzelne Egel können dem Koi allerdings nicht gefährlich werden. Diese werden vom Koi nämlich problemlos hingenommen. Falls ein Egel auf einem Koi entdeckt wird, kann er auch einfach von der Hautoberfläche abgezogen werden. Hierzu sollte am besten eine stumpfe Pinzette verwendet werden. Der Mittelteil des Egels, also die Stelle, an der sich der Magen befindet, sollte möglichst nicht gequetscht werden. Sonst kann es sein, dass der Fischegel seinen Mageninhalt in die offene Wunde entleert, was das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern erhöht. Die Fischegel befinden sich zumeist in Wasserpflanzen. Dort legen sie auch ihre Eier ab. Von den Pflanzen aus gehen die Egel zu gegebener Zeit auf ihren Wirtsfisch über.

Ein Befall durch Fischegel (Piscicola geometra) ist besonders häufig dann zu verzeichnen, wenn neue Fische gekauft oder neue Wasserpflanzen gesetzt wurden. Auf diese Weise wird der Fischegel eingeschleppt. Auch Lebendfutter kann zu einem Fischegel-Befall führen. Der Befall lässt sich auf verschiedene Weise beseitigen. So kann durch ein Absammeln der Egel, durch einen häufigen Wasserwechsel und durch eine gründliche Reinigung der Wasserpflanzen und der Teichgegenstände die Egelpopulation deutlich ausgedünnt werden.

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