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Aszites bedeutet aus der griechischen Sprache übersetzt Bauchwassersucht und ist eine Krankheit, bei der es sich um pathologische Ansammlungen von Flüssigkeiten in der Bauchhöhle handelt. Die Bauchwassersucht (Aszites) gibt es bei Menschen sowie Tieren. Auch Fische wie Koi Karpfen können an dieser Krankheit erkranken.

Trotzdem die Ursachen, Symptome, Begleiterscheinungen und die Krankheitsverläufe der Bauchwassersucht zwischen den unterschiedlichen Lebewesen verschieden sind, ist die Krankheit stets durch eine auffällig starke Schwellung des Bauches gekennzeichnet. Fische zeigen dabei äußerlich zudem abstehende gespreizte Schuppen, blasse Hautpartien und Kiemen, Geschwüre und/oder Bläschen an den Seiten des Körpers, weit hervorstehende Augen (Glotzaugen), teilweise Hautablösungen, Entzündungen am Körper und ein apathisches Verhalten. Die Fische schwimmen oft schwankend und halten sich überwiegend an der Wasseroberfläche oder am Boden auf. Im Endstadium können sich die Fische nicht mehr richtig bewegen.

Die Ursachen für die Bauchwassersucht (Aszites) sind bei Fischen noch nicht vollständig bekannt und erforscht. Der Grund ist jedoch häufig eine Infektion, die vermutlich von Bakterien, Viren oder auch Pilzen ausgelöst wird. Bei dem Ausbruch der Erkrankung wurde die Beteiligung von Bakterien der Gattungen Aeromonas und Pseudonomas festgestellt. Die Bauchwassersucht (Aszites) entsteht durch geschädigte innere Organe, die im Verlauf der Schädigung Flüssigkeit absondern, welche in die Bauchhöhle gelangt. Dadurch schwillt der Bauch an. Sind die Nieren erkrankt, können diese das Wasser nicht mehr ausreichend ausscheiden. Das Wasser weicht in andere Körperbereiche aus und sammelt sich in der Bauchhöhle, im Augenbereich und in den Schuppentaschen. Ist der Darm geschädigt, setzt der Fisch zusätzlich schleimige Ausscheidungen ab. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es dazu kommen, dass die Darmschleimhaut abgestoßen und ausgeschieden wird.
Anfällig für eine Bauchwassersucht (Aszites) sind Fische vor allem, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Auslöser können falsches, schlechtes oder verdorbenes Futter, Stress, andere Erkrankungen oder ungesunde Haltungsbedingungen sein. Eine infektiöse Bauchwassersucht kann u. a. durch Ausscheidungen oder Absonderungen mit den Erregern ansteckend sein und auf andere Fische übertragen werden.

Wird die Bauchwassersucht (Aszites) bei Fischen frühzeitig erkannt und sofort gehandelt, bestehen Heilungschancen. Für die genaue Diagnose und Behandlung ist ein qualifizierter Veterinärmediziner erforderlich. Die betroffenen Fische sollten in Quarantäne von den anderen gesunden Fischen isoliert werden. Als Heilmittel werden sehr häufig spezielle Medikamente und Salzbehandlungen in Abhängigkeit der Verträglichkeit des Fisches über einen begrenzten Zeitraum eingesetzt. Das speziell dosierte Salz im Wasser (therapeutisches Salzbad) entzieht dem Fisch durch den Prozess der Osmose einen Teil der angesammelten Flüssigkeit im Körper, kann Entzündungen hemmen, wirkt gegen einige Parasiten, frischt den Elektrolythaushalt auf und vitalisiert die kranken geschwächten Fische.

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