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Die Echten Bandwürmer (Eucestoda) finden sich bei Koi eher selten. Jedoch können sie aus anderen Teichen mit dem Fischfutter eingeschleppt werden. Es ist außerdem möglich, dass neue, bereits infizierte Fische den Bandwurm einschleppen. Deshalb ist zu empfehlen, dass jeder Koi, der einem Bestand zugeführt wird, auf Bandwürmer hin überprüft wird. Hierzu wird der Kot des Fisches auf Bandwurmeier hin getestet.

In seiner Entwicklung durchläuft der Bandwurm mehrere Stadien. Zunächst handelt es sich bei ihm um ein kleines Krebstierchen, das sich im Plankton des Wassers befindet. Dann gelangt der Bandwurm in ein Stadium, in dem er für den Koi gefährlich wird. Beim Eindringen in ihren Wirt verlieren Bandwürmerlarven ihre Haut. Aus Mesodermzellen, die sich im Körperinneren der Larven befinden, entsteht eine neue Außenhülle, die Neodermis. Durch diese nimmt der Bandwurm Nahrung auf. Gleichzeitig verhindert die Neodermis, dass der Wurm im Darm verdaut wird.

Wenn Bandwürmer (Eucestoda) Koi befallen, fungiert der Fisch als Zwischen- oder als Endwirt. Die Bandwürmer halten sich überwiegend im Darm des Koi auf. Als verkapselte Zysten können sie aber auch in anderen inneren Organen zu finden sein. Liegt ein Bandwurm-Befall vor, dann äußerst sich dies in Symptomen wie einem Gewichtsverlust oder Wachstumsstörungen. Außerdem wirken die Augen trüber und die Kiemen blasser. Des Weiteren bekommt der Kot eine schleimige Konsistenz. Bandwürmer sind in der Regel nur schwer nachzuweisen. Unter dem Mikroskop lässt sich ein Bandwurm-Befall durch beinahe rechteckige, längliche, platte und weißliche Segmente erkennen. Diese Segmente sind die Endstücke des Bandwurm. Einzelne Segmente können auch zusammenhängen.

Durch das Verabreichen eines geeigneten Medikaments kann ein Bandwurm-Befall behandelt werden. Medikamente gegen Bandwürmer werden oral verabreicht und sind somit dem Futter beizumischen. Eine Behandlung hilft allerdings nur in den seltensten Fällen. Meist wird der Befall nämlich zu spät erkannt, so dass der Koi schon zu geschwächt ist.

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