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Die Koi-Art Kohaku ist DER Vertreter dieser Fische schlechthin. Sie ist nicht nur die erste und damit älteste Zuchtform, sondern auch die beliebteste. Als Träger zahlreicher Preise haben sich Exemplare dieser Variante als „typische“ Farbkarpfen ins Bewusstsein europäischer Tierfreunde gebrannt.

Welche äußerlichen Merkmale Vertreter der Koi-Art Kohaku aufweisen müssen, verrät schon ihr Name: Der Begriff steht im Japanischen für die Farbkombination aus Rot und Weiß, welche das charakteristische Muster dieser Fische bildet. Der möglichst strahlend helle Körper eines Kohaku soll im Rücken- und Kopfbereich von klar abgegrenzten roten Flecken überzogen sein. Ein ins Gelbliche oder Roséfarbene tendierendes Weiß ist ebenso unerwünscht wie eine Färbung der Flossen.

Die Zeichnung aber darf zahlreiche Variationen zeigen. Sie wird allgemein „Hi“ genannt – ein Wort, das in der japanischen Sprache für „Feuer“ steht; jedoch nur in Bezug auf die Koi-Art Kohaku angewendet wird. Die roten Male können wie folgt gestaltet bzw. über den Fisch verteilt sein:
– Godan = fünf Flecke
– Inazuma = zick-zack-förmige Rückenlinie, die nach dem japanischen Wort für „Blitz“ benannt ist
– Kanoku = unregelmäßig / scheckig verteilte Körperflecken
– Kuchibeni = Mundfleck, der nach dem japanischen Wort für „Lippenstift“ benannt ist und wirkt, als wäre der Fisch entsprechend geschminkt
– Maruten = einzelner Kopffleck in Verbindung mit zahlreichen Körperflecken
– Menkaburi = Fleck, der den gesamten Kopf überspannt
– Nidan = zwei Flecke
– Sandan = drei Flecke
Tancho = einzelner, kreisrunder Kopffleck, der nach der Zeichnung japanischer Mandschuren-Kraniche benannt ist und den Ippon in der Staatsflagge abbilden soll
– Yondan = vier Flecke

Wie bei nahezu allen japanischen Farbkarpfen existiert auch bei der Koi-Art Kohaku eine Doitsu- bzw. Deutsch-Version. Sie basiert auf der Einkreuzung des in Europa beheimateten Spiegelkarpfens und besitzt eine beinahe schuppenfreie, an Leder erinnernde Haut. Diese kann alle bereits genannten Einzelmale und Verteilungsmuster aufweisen; wirkt durch die glatte Oberfläche jedoch mitunter ein wenig anders als bei „originalen“ Kohaku.

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