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Zur Koi-Art Kinginrin gehören alle Vertreter der Farbkarpfen, die mindestens 20 speziell aufgebaute und in zwei Reihen angeordnete Rückenschuppen tragen. Diese sind mit einer stark reflektierenden Schicht überzogen, so dass sie deutlich mehr schimmern als die ebenfalls glänzenden Schuppen metallischer Koi.

Obgleich der dadurch gegebene Effekt eher an den Anblick von Perlmutt erinnert, bezieht sich die Bezeichnung für die Koi-Art Kinginrin auf zwei der wohl bekanntesten Metalle – denn im Japanischen stehen „kin“ und „gin“ für die deutschen Worte „Gold“ und „Silber“. Der Begriff „rin“ hingegen meint die Schuppe selbst. Ein mit Kinginrin umschriebener Fisch trägt demnach goldene und silberne Schuppen bzw. ein golden und silbern schimmerndes Schuppenkleid. Je nach Grund- bzw. Hauptfarbe des Koi und Tönung, Struktur oder Wölbung der Schuppe ruft die kettenartige Anordnung beim Betrachter unterschiedliche optische Eindrücke hervor. Ihnen zu Folge werden die Fische nach diesen Kriterien unterschieden:

Glanz und Strahlenform der Schuppe
– Kado Gin Rin – die einzelne Schuppe reflektiert lediglich im Randbereich
– Perl Gin Rin – die einzelne Schuppe zeigt in der Mitte einen perlmuttartigen Glanz; verliert diesen aber zum Rand hin
– Diamant Gin Rin / Hiroshima Gin Rin – die einzelne Schuppe reflektiert wie ein Diamant in fächerfömigen Strahlen
– Beta Gin Rin – die gesamte Fläche der einzelnen Schuppe reflektiert
– Gin Kabuto – die einzelne Schuppe wirkt schwarz, ihre Ränder glänzen silbern
– Kin Kabuto – die einzelne Schuppe wirkt schwarz, ihre Ränder glänzen golden

Färbung und Gestaltung des Tierkörpers
– Ginbo – ein grundsätzlich dunkler Fisch mit Silberglanz
– Kinbo – ein grundsätzlich dunkler Fisch mit Goldglanz
– Ginsui – ein nicht oder nur mäßig beschuppter Fisch / Shusui mit Silberglanz
– Kinsui – ein nicht oder nur mäßig beschuppter Fisch / Shusui mit Goldglanz
Steht die Sonne oder eine sonstige Lichtquelle im günstigen Winkel über dem Koi-Teich, wirken die darin schwimmenden Tiere tatsächlich wie mit Gold- oder Silberfolie überzogen. Ein Anblick, der ganz von selbst erklärt, warum die Tiere eine so beliebte Gartenzier sind.

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